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Voodoo und Bergsteigen mit Onkel Deutz

Rückblick vom 26.7.2017:
Am späten Vormittag verlassen wir Mzuzu nach Schulunterricht, Geldwechseln und Kurzeinkauf in Richtung Norden. Die Straße schlängelt sich durch grünes abwechslungsreiches Bergland. Nach ca. 130 km kommen wir an einer Stelle vorbei, an der es laut Reiseführer eine alte Bambusbrücke und ein kleines Museum geben soll. Wir brauchen sowieso eine Mittagspause und halten an.
Das Ganze entpuppt sich als absolut lohnenswerte originale Show. Ein älterer Malawier hat sich diesen Ort aufgebaut, komplett mit zwei alten Lehmhütten, in der einen hat er kulturelle Relikte der Malawier aus den letzten 100 Jahren gesammelt, in der anderen spielt er einem eine heilige Ahnenbeschwörung vor.

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Es knackt gefährlich: “We cross the bridge when we are there”

Mzuzu

Völlegefühl in Mzuzu

Rückblick vom 25.7.2016:
And we are there! Es ist die gleiche Holzbrücke wie auf der Hinfahrt. Diesmal zögern wir nicht groß. Die Devise heißt „alle aussteigen, dann Augen zu und durch“. Jochen holt Schwung, fährt mit den rechten Rädern ganz dicht an der Kante – er sagt im Nachhinein, dass er das mit Absicht gemacht hat, weil an der linken Seite Nägel rausstehen – auf jeden Fall knackt es so richtig laut! Es kracht, das rechte Hinterrad sackt einige Zentimeter tiefer, der Rand bricht, wir schreien! Und dann ist er drüber! Das war extrem knapp und noch einen 7-Tonner wird diese Brücke nicht überstehen … Unser Adrenalinspiegel ist enorm gestiegen, aber wir haben es geschafft.
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Schlimmer geht nicht mehr …

(Rückblick vom 23.7.2016:)
… denke ich bezüglich meiner nicht mehr erkennbaren Frisur und lasse zum ersten Mal seit dem Verlassen unserer Heimat im Dezember meine Haare schneiden – und zwar von Gaby. Ihre Erfahrung im Haareschneiden beläuft sich auf „habe ich irgendwann schon mal bei jemand gemacht, ich glaube, er ist gleich am nächsten Tag zum Friseur gegangen“. Egal, die Zotteln müssen ab. Einfach grade abschneiden, ist die Devise. Gaby nimmt die große Schere aus unserer „Kruschtelkiste“, ich hänge mir ein Handtuch um – es muss wenigsten wirken wie beim Friseur – und los geht´s! Eine halbe Stunde später sieht es schon ganz passabel aus. Und Gaby hat ja noch eine ganze Woche Zeit die herausstehenden Zipfel nachzuschneiden … Ich bin jedenfalls froh über meine neue Frisur. Das nächste Mal färbt sie mir auch Strähnchen, hat sie versprochen! Und sie denkt beruflich über einen Branchenwechsel nach ….
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I am sailing!

Rückblick vom 22.7.2016
Wer hätte das gedacht: ich komme zum Segeln am Lake Malawi. Damit hätten wir gar nicht gerechnet, denn Segeln ist absoluter Luxus in einem Land, in dem man nicht weiß, was es am nächsten Tag zum Essen gibt. Und normalerweise gibt es diese Möglichkeit nur in unbezahlbaren Lodges (300 US-Dollar die Nacht aufwärts) oder eben gar nicht. Und dann das:
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Wir stecken fest: Am Strand von Nkhotakota

Rückblick 21.7.2016

Der Tag beginnt mit wie ein „normaler“ Reisealltag (Schule, fahren, ankommen) – mit Ziel „schöner Strand“ am Lake Malawi. Wir haben unseren ganz persönlichen Reiseführer, den ein Bekannter von einer befreundeten Familie von uns unbekannterweise für uns verfasst hat: „Patrick“ hat mehrere Jahre im Norden Malawis gelebt und uns nun eine Mappe mit einer ganzen Menge Tipps und Fotos mit allem Drum und Dran vermacht. Vielen Dank, Patrick, falls du das hier liest! Heute folgen wir deiner ersten Empfehlung in die Fish Eagle Lodge bei Nkhotakota.
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Reisealltag und Gedanken zur Armut in Malawi

Rückblick 20.7.
Als wir an diesem Morgen aufstehen, ist alles pitschnass in und um die Dachzelte. Die Luftfeuchtigkeit in der Nacht war so hoch, dass selbst während des Vormittags unsere Schlafsäcke kaum eine Chance haben zu trocknen.
Heute ist wieder ein Reisetag: zuerst Schule, dann losfahren, einkaufen im „local market“, tanken, Geld holen und weiterfahren. Wir haben uns entschlossen, nun in den Norden Malawis zu fahren, denn hier soll es auch noch einige attraktive Reiseziele am See und in den Bergen geben.Weiterlesen

Liwonde Nationalpark


Wir sind im Süden Malawis am Liwonde Nationalpark. Nun ist Malawi ja nicht gerade berühmt für seine Nationalparks und dementsprechend sind unsere Erwartungen nicht besonders hoch. Im Reiseführer wird immer wieder von Wilderei gesprochen, so dass in den Parks nicht mehr viel Tiere übrig sind. Liwonde soll aber ganz gut sein und Gaby möchte auch mal Tiere „gucken“. Hier soll es immerhin Elefanten, Antilopen, Hippos und Krokodile geben.

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Schnorcheltrip mit “special deal” und seine Folgen


Für diesen Sonntag haben wir unseren “Schnorcheltrip” zum Thumbi Island gebucht. Das habe ich am Freitag mit dem Tourguide Peter ausgehandelt. Der „Listenpreis“ für einen halben Tag Schnorcheln (inklusive Ausrüstung) ist 35 US-Dollar pro Person zuzüglich 10 US-Dollar Eintritt in den Nationalpark. Aber ich glaube, das zahlt sowieso keiner. Der Preis nach einer halben Stunde harter Verhandlung reduzierte sich dann auf 50 Euro + 5 US-Dollar für uns sechs, inklusive des Parkeintritts. Da bin ich wohl an der Schmerzgrenze angekommen, doch ich finde das immer noch sehr viel Geld für eine Runde Schnorcheln – aber na gut, im Weltkulturerbe Lake Malawi und so ….

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Malawisee: Glasklares Wasser – aber reinspringen???


Wir sind in Cape Maclear im südlichen Teil des Malawisees. Es ist wunderschön hier, wir campen direkt am Strand mit Blick das tiefblaue Wasser, die Fischerboote und den traumhaften Sonnenuntergang. Die vorgelagerten Inseln und die über uns kreisenden Weißkopfseeadler machen die Idylle perfekt. Was für ein Paradies!
Aber kein Paradies ohne Schattenseite …

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Langeweile …


… scheint uns eines der größten Probleme in Afrika zu sein. Es ist unglaublich, wie viele Menschen wir hier beobachten, denen einfach nur stinkelangweilig ist: Es sind die Security-Guards, die nichts zu tun haben außer herumzusitzen, die Nachtwächter, die ein Büro bewachen, in dem die ganze Nacht einfach nichts los ist, die Bedienung in einem leeren Restaurant, das Personal an der Rezeption eines Campingplatzes, auf dem nur alle paar Tage ein Camper vorbeikommt.

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