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Fast schon eine Art Resumee: Reisegedanken rund um Afrika

Manchmal trifft Jochen oder mich inzwischen die Reisemüdigkeit. Oder vielleicht eher die Afrikamüdigkeit. Oder noch genauer die Menschenmüdigkeit. Reisen ist anstrengend. Vor allem hier in Ostafrika, das so dicht bevölkert ist wie kaum ein anderer Kontinent. Auf Schritt und Tritt trifft man Menschen. Fast egal, wo man anhält, wo man parkt, wo man übernachtet, man ist nie allein. Nach spätestens fünf Minuten – wenn man sich beeilt, reicht es zum Pinkeln – kommen die ersten neugierigen Besucher. Das kann spannend, interessant, lustig, aber auch sehr anstrengend sein. Vor allem dann, wenn man einmal nicht so gut drauf ist oder einfach nach einer langen Fahrstrecke seine Ruhe braucht.

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Omi´s Abschied


Den Samstag verbringen wir dann nochmals ganz gechillt auf unserem wunderschönen Campingplatz am See. Hier gibt es sogar eine Tischtennisplatte – natürlich darf man hier keine deutschen Maßstäbe ansetzen, die Schläger sind ohne jeglichen Bezug, sondern verklebte Bretter – aber Silas nutzt die Gelegenheit, uns Omi und mir zu zeigen, dass er ganz schön gewachsen ist. Im Tischtennis kann ihn nur noch Jochen in Schach halten, und das auch nicht immer!

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Lake Naivasha: Affenbande, Hippos und Radtour

Rückblick vom 1. und 2.9.2016
Hier ist es so, wie wir es uns in unseren Träumen vorgestellt haben: ein Campingplatz direkt am See, Ruhe und Natur – ein Platz zum Durchatmen! Deshalb nehmen wir uns auch an diesem Donnerstag nichts vor, außer dass ich noch irgendwo her Brot und etwas Obst besorgen muss. Zum Frühstück gibt es zur Feier des Tages Rührei, dazu das letzte gute Vollkornbrot aus Nairobi.
Die Mädels – allen voran Juli mit ihrer neuen Angel – sind den ganzen Tag auf dem Bootssteg. Sie fangen sogar zwei Fische – wir haben aber Mitleid und schmeißen sie wieder ins Wasser! Mit solch einem Anglerglück habe ich gar nicht gerechnet, als ich am Morgen großspurig verkünde, dass ich die Fische ausnehmen würde, falls sie welche fangen … Aber töten kann ich nicht!
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Irgendwo hört es auf!

Rückblick vom 31.08.2016:
Aber zunächst einmal fängt es an: Es ist noch dunkel, als am gestrigen Morgen der Wecker um 5.30 Uhr klingelt, denn wir wollen bei Sonnenaufgang die ersten Tiere sehen. In der Morgendämmerung packe ich die noch feuchten Dachzelte zusammen.
Wir sind die ersten, die das Camp Eluai an diesem Morgen verlassen! Die kurze Piste bis zur „mainroad“ ist sehr rumpelig, aber schon bald düsen wir in der Morgendämmerung an den Fluss. Schon kommen uns die ersten Safariautos entgegen, alle haben die gleiche Richtung: zum Crossing Point für die Gnuherde, die seit einiger Zeit schon vor dem Fluss auf- und abzieht und nun hoffentlich bald den Fluss überqueren wird. Im Fluss warten riesige Krokodile auf ihr Frühstück. Auf dieses Spektakel sind alle gespannt!

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Massai Mara: Tiere soweit das Auge reicht

Rückblick vom 29.08.2016
Am Sonntagmorgen machen wir uns auf den Weg zum Massai Mara Nationalpark – der kenianische Teil der Serengeti: Die Gesamtstrecke beträgt immerhin 230 km, die ersten davon gehen noch durch Nairobi – das bedeutet im Normalfall Stau – und die letzten 60km sollen eine üble Schotterpiste sein, so berichten uns zumindest unsere australischen Campingnachbarn. Wir wissen also, dass es ein anstrengender Tag sein wird und richten uns schon darauf ein.
Früh loskommen – wie geplant – schaffen wir irgendwie nicht: Ich stelle meinen Wecker aus Versehen falsch, und dann müssen wir auch noch Chris´ (der Betreiber von Jungle Junction) ferngesteuertes Flugzeug aus den Zweigen eines Baumes retten. Wir fahren mit dem Onkel direkt drunter und versuchen es mit einer Stange von den Zweigen zu befreien … gar nicht so einfach! Als wir es endlich unten haben, ist es bereits halb zehn und dringend Zeit zum Losfahren!Weiterlesen

Juli´s Blog: Omi`s Ankunft

Am Abend, an dem Omi ankommen sollte, fuhren wir mit einem Taxi zum Flughafen. Wir Kinder waren ziemlich aufgeregt. Als wir endlich nach einer halben Stunde ankamen, durften wir nicht in den Flughafen, sondern mussten draußen auf der Straße in der Kälte warten. Papa hatte seinen Pulli im Auto vergessen und fror. Als Omi dann endlich kam, gab es eine herzliche Begrüßung. Papa rief das Taxi an, und wir tuckerten zu unserem Campingplatz zurück. Obwohl es nur 15km sind, dauerte es eine Stunde, weil wir die ganze Zeit im Stau standen.
Als wir angekommen waren, wollte Papa unbedingt noch ein Bier trinken, wir drei Kinder bekamen noch ein Fanta. Dann packten wir Omi´s Geschenke aus. Da war dabei: ein Bohrer für Papa, ein Besen, eine neue Spülschüssel, zwei Dosen Lyoner, ein Bergkäse, 5 große Milkatafeln, Maultaschen, Saitenwürstle und Tabu-Karten. Endlich haben wir mal wieder etwas Gutes, Deutsches zu essen!!

Sudanvisum, Omi und Giraffenküsse

Am Mittwoch machen wir uns ein drittes Mal auf den beschwerlichen Weg zur sudanesischen Botschaft mit einer neuen Idee – die man gern per Mail bei uns nachfragen kann, wenn man sich auch einmal in Nairobi in der misslichen Lage befinden sollte ein Sudanvisum zu benötigen.

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Silas Blog: Quatsch-Abendessen-Bericht

Jetzt mal etwas zu lachen:
Ein Insiderblick auf das abendliche Familienleben im Onkel Deutz (Silas sitzt am Tisch an seinem Computer und schreibt von allen unbemerkt mit, was so passiert):

“Zum Abendessen gibt es heute Penne-Nudeln mit Tomatensoße. Mio öffnet gerade die Dosen und Papa ist mit Salatmachen fertig geworden. Jetzt hat er mir gerade den Fotoapparat auf das Schienbein geworfen. Im Moment ist er mit Tischdecken beschäftigt. Mama steht am Herd und kocht. „Bier oder Wasser?“, fragt Papa. „Bier“, antwortet Mama. Mio labert in der Ecke: „Ich bin Karla Kolumna der viertel vor zwölfte!“ „Klappe“, sagt Papa. Jetzt hat er sich gerade den Kopf am Schrank angehauen. Mama liest meinen Bericht, alle lachen sich tot!!!”

Die äthiopische Botschaft war nur die Vorübung…

… die Hauptprüfung ist die sudanesische Botschaft. Nach einem entspannten Wochenende in der Jungle Junction in Nairobi stürzen wir uns am Montag wieder in den Kampf: Diesmal müssen wir zur sudanesischen Botschaft, um das nächste (und letzte) Visum zu beantragen. Wieder wurden wir vorgewarnt: Die Sudanesen sind noch schwieriger als die Äthiopier!

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Nun ist es offiziell: Wir machen die berühmte „Cape to Kairo“-Route

Lange haben wir gezögert, hin- und herüberlegt, diskutiert und abgewogen. Können wir es wagen? Was bedeutet das für uns als Familie? Welchen Gefahren setzen wir uns aus? Dürfen wir das den Kindern überhaupt antun? Was, wenn etwas passiert?
Ja, auch wir sind nicht ganz frei von dem Bild, das die Medien in unserer Welt uns tagtäglich glauben machen wollen. Nur wenigen bleibt es vergönnt sich ein eigenes Bild von der Situation vor Ort zu machen. Weiterlesen