- Drei Frauen mit Kopftüchern
- Zwei tansanische Frauen
- Dorf am Straßenrand
- Zwei tansanische Frauen
- Frauen mit Kindern
- Verkaufsstände
- Typisches tansanisches Landhaus
- Landleben am Straßenrand
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Tansania macht auf uns einen aufstrebenden Eindruck: Es wird an allen Ecken und Enden gebaut, es entstehen zum Teil sehr schöne Häuser (sogar verputzt!) und viele neue Tankstellen. Im Gegensatz zu Malawi gibt es hier am Straßenrand einige kleine Restaurants und Garküchen, von denen die ein oder andere sogar einladend wirkt. In Malawi gab es weder Restaurants noch sonst etwas für die Einheimischen (außer gebratene Mäuse am Spieß, aber die sahen nun wirklich nicht lecker aus). In Malawi ist die entsprechende Kaufkraft einfach nicht vorhanden, außer Nsima (Maispap) und Tomaten gibt es nichts zu essen. Die Malawier sind sogar so arm, dass sie sich nicht einmal Stühle leisten können, sondern immer auf dem Boden sitzen.
Außerdem gefällt uns der deutlich spürbare Einfluss des Arabischen in Tansania. Man sieht und spürt, dass fast die Hälfte der Einwohner Muslime sind. Morgens und abends ruft der Muezzin zum Gebet. Das sind ganz ungewohnte Laute, die uns hier zu Ohren kommen. In fast jeder Ortschaft gibt es eine Moschee.
Auch die Menschen sind noch einmal ganz anders gekleidet als in Malawi. Dort tragen alle Frauen ein Tuch um die Hüften gewickelt als Rock. Oben herum haben die meisten ein normales T-Shirt an.
In Tansania ist es noch um vieles bunter: Ein Tuch als Rock, ein weiteres um die Schultern und oft das dritte über oder um den Kopf. Wir sehen sogar einige traditionell gekleidete Massai (meist Jungs), die Rinderherden hüten. Wir sind überrascht, dass sie hier auf dem Land ihre Traditionen weiterhin leben (und nicht der Touristen wegen).
Alles in allem sind wir sehr begeistert von Tansania, der Landschaft und den Menschen hier! Einziger Nachteil: Wir können/wollen uns keinen Nationalparkeintritt in diesem Land leisten, weil der durchschnittlich bei 20 US-Dollar pro Person und 150 US-Dollar für unseren Onkel Deutz liegt. Ein Tag für 250 Dollar ist dann doch etwas happig. Und das sind nur die günstigsten Parks, Serengeti oder Ngorogoro sind noch einmal eine ganz andere Hausnummer.
Wieder mal ein Fahrtag heute: damit wir früh loskommen, haben wir heute alle im Onkel Deutz geschlafen – dann erübrigt sich das Herunterkurbeln der feuchten Dachzelte am frühen Morgen. Frühstück, spülen, Wasserkanister am Bohrloch der Farm füllen und los. Mist, es ist doch schon wieder halb 9 geworden, wo ist nur die Zeit hin? Adam nehmen wir ein letztes Mal mit, er verlässt uns in der nächsten größeren Stadt (Iringa).
Silas hat euch wieder einen Leckerbissen zusammengestellt: Onkel Deutz on the road.
Seht selbst: Onkel Deutz – Roadmovie
Am gestrigen Tag machen wir uns gegen 9 Uhr auf in Richtung Iringa – nicht nachdem wir noch kurz einen kleinen Supermarkt geentert haben, den ein deutscher Missionar aus der Mission uns empfohlen hat. Und siehe da: dieser Supermarkt hat (fast) alles, was europäische Herz begehrt: vor allem gute südafrikanische Schokolade – wir decken uns mal prophylaktisch mit 10 Tafeln ein, wer weiß, wann es wieder etwas gibt … Auch gutes Brot finden wir, italienische Nudeln, Käse, Milch – wow!
Die ersten 100 km auf der Straße stimmen uns noch recht hoffnungsvoll und wir glauben, wir könnten am frühen Nachmittag auf der Kinsolanza Farm bei Iringa ankommen. Wohl gefehlt, jetzt geht es los:
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Nach einer kalten und feuchten Nacht auf ca. 1000m Höhe brechen wir gegen 9 Uhr auf und fahren in Richtung Mbeya. Wir haben einen Passagier aus Südafrika mit aufgenommen: Adam, er ist 25 und möchte mit seinem Rucksack durch Afrika, Süd- und Nordamerika und Indien. Heute aber wollen wir gemeinsam zum Ngozi Kraterseee wandern. 40 km vor Mbeya geht es links ab und wir landen an einer Schranke, davor stehen ca. 8 junge Männer. Sie verlangen 10.000 Tansanische Shilling (4,10 Euro) pro Person Eintritt und weitere 10.000 Shilling für einen Guide. Der sei obligatorisch. Wir handeln sie auf 20.000 Shilling für 3 Erwachsene herunter, die Kinder kosten ja wohl nichts! Einen Führer wollen wir überhaupt nicht, also behaupten sie, dass wir einen security guard fürs Auto bräuchten. Wir lehnen ab. Schließlich geben sie nach und wir fahren.
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Wir haben unsere Reisepläne etwas geändert: Ursprünglich wollten wir ja über Mosambik nach Malawi reisen. Das haben wir aber vor gut zwei Monaten im Krüger Nationalpark verworfen, weil es so viele Unruhen im Norden von Mosambik gibt. Deshalb sind wir nun über Botswana und Sambia nach Malawi gekommen. Das aber waren eigentlich die Ziele unserer „Rückreise“ in Richtung Namibia.
Langer Rede kurzer Sinn: Wir haben uns entschlossen, auch noch Tansania und Kenia zu besuchen, und haben deshalb die Grenze nach Tansania überquert. Wir sind gespannt!
… wir haben heute unseren 16. Hochzeitstag! Also entschließen wir spontan, hier in der Lukwe Lodge zu zweit frühstücken zu gehen. Was für ein Luxus, nur wir beide! Ein letztes Mal genießen wir die traumhafte Aussicht von der Terrasse. Wir lassen uns viel Zeit, trinken noch einen zweiten Kaffee und als wir zum Truck zurückkommen, haben die Kinder schon alles zusammengepackt, inklusive der Dachzelte. Wir sind abfahrtsbereit.
Langsam machen wir uns wieder auf den Weg nach unten: Zuerst Bäume aus dem Weg räumen, dann die extrem steinige Bergstraße im ersten Gang nach unten schaukeln. Manchmal tut uns das Material leid, das ganz schön leiden muss … aber Onkel Deutz macht das prima.
Da Onkel Deutz nicht schneller ist als ein Fußgänger, beschließen alle – außer dem Fahrer natürlich – die 11 km bis zum See hinunter zu laufen. Das gibt uns auch die Gelegenheit, ein paar coole Videos zu drehen.
Nach zwei Stunden sind wir unten in Chitimba. Hier campen wir noch einmal direkt am Strand, denn morgen müssen wir Gaby verabschieden. Sie wird einen Minibus nach Mzuzu und von dort einen Reisebus nach Lilongwe nehmen. Wir werden sie sehr vermissen!
Rückblick vom 28.7.2016:
Ja, auch das gibt es bei uns … Wir machen für drei Tage Station in der 1000m über dem Malawisee gelegenen Lukwe Logde in der Nähe von Livingstonia. Und gestern war der letzte Schultag. Das muss gefeiert werden! Morgens machen wir unseren letzten Unterricht, nachmittags macht jeder so ein bisschen was er will: Gaby schneidet Jochen und Silas noch die Haare, wir besuchen die Manchewa Falls bzw. die Mission Livingstonia.
Und abends gönnen wir uns ein sehr leckeres Essen auf der Aussichtsterrasse der Lodge mit Zeugnisübergabe. Jedes Kind erhält von uns eine Rückmeldung über das vergangene halbe Jahr – schulisch und allgemein. Ich kann nur sagen: Sie haben bestanden und dürfen nun ins nächste Schuljahr!
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