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Schlemmen an der Küste bis der Bauch platzt!

Auf dem Weg nach Kapstadt haben wir noch kurz einen Schlenker an die Küste gemacht und dort in dem berühmten Fischrestaurant „Muisbosskerm“ südlich von Lambert´s Bay einen wundervollen Abend verbracht. Das Open-Air-Restaurant liegt direkt am Strand, ist einfachst gebaut aus angeschwemmtem Holz, gekocht wird auf dem offenen Feuer. Es gibt verschiedene Fischsorten bis zum Abwinken, dazu Kartoffelchips, Paella mit Hummer, Tintenfisch, Süßkartoffel und vieles mehr. Selbst die Kinder waren mutig und haben viel probiert, einiges hat ihnen auch sehr gut geschmeckt (vor allem die Kartoffelchips!). Dazu gab es gratis einen Sonnenuntergang und lautes Meeresrauschen. Mit angespannten Bäuchen und einer guten Flasche lokalem Weißwein intus fielen wir abends in unsere Dachzelte – Onkel Deutz durfte direkt vor dem Restaurant parken.

Preis für alles (für 5 Personen): 1000 Rand (60 Euro)

Wer hier auch einmal hinmöchte: www.musbosskerm.co.za (nur auf Vorbestellung).
Tel: 027/432 1017

Entspannte Tage in den Rocklands

So langsam stellen wir uns um: vom deutschen „ich muss überall hin und alles machen, ich darf nichts verpassen“ hin zu einem „wir haben Zeit“-Gefühl. Und das ist wunderbar! Wir genießen es, keine Verpflichtungen zu haben. Heute ist Samstag und wir müssen nicht Rasen mähen, in den Baumarkt fahren, Kinder zu einem Sportevent karren oder die Küche putzen. Wir sind einfach hier. Wir können spontan entscheiden, was wir tun und was wir lassen. Was für ein unglaubliches Gefühl von Freiheit.

Heute Morgen waren Silas, Juli und Mio mit anderen Kids zusammen bouldern. Es gibt hier eine „climbing school“ für die lokalen Kids aus den umliegenden Farmen, die von den Boulderern initiiert wurde und nun von einer ansässigen Farmersfamilie weitergetragen wird: jeden Samstag werden ca. 10-20 Kids abgeholt und zum Klettern zusammengebracht. Was für ein tolles Projekt!

Allerdings ist Bouldern hier ziemlich „heavy“, d.h. es startet bei einer 5a (das geht ja gerade noch) als „Warm-up“, und so richtige Auswahl hat man ab dem 6. Grad. Macht trotzdem Spaß!

Rocklands – we rock it!

Gestern haben wir nach dem obligatorischen Schulunterricht die letzten 20 km des Offroad-Tracks bis nach „Wuppertal“, einer alten deutschen Missionsstation mit heute 400 Einwohnern hinter uns gebracht (also laufen wäre schneller gewesen!). Wir besuchen eine Schuhfabrik, essen einen Chickenpie, einen Kidneypie und Sandwiches in Lekkerby und stöhnen etwas über die erneute Hitze. Der Rest der Strecke ist ein Klacks (nur eine normale Gravelroad) und am späten Nachmittag kommen wir in Pakhuis an, das ist ein Camp im Norden der Cederberge. Von einem Guide aus Kapstadt, den wir zufällig auf der letzten Farm getroffen haben, haben wir diesen Tipp erhalten und dass man hier gut bouldern kann. So und jetzt – liebe Klettergruppe aus dem Remstal, lieber Aini, Isi, Gaby, etc. – ratet mal, wo wir hier gelandet sind: in den Rocklands. Echt cool, dass ihr mir dafür den Boulderführer geschenkt habt. Und echt cool, dass wir dieses Fleckchen Erde jetzt per Zufall auch tatsächlich gefunden haben! Es war nämlich so, dass ich zuhause keine Zeit mehr hatte herauszufinden, wo genau diese Rocklands sind. Und als wir die Grenze nach Südafrika überquerten, habe ich im Reiseführer mal kurz nachgeschlagen, sie aber nicht gefunden. Aber ich dachte, Südafrika ist ja so groß … und nun sind wir per Zufall hier und haben es nicht verpasst!

Wir haben ein Crashpad ausgeliehen und heute Abend werden wir mal die ersten Boulder testen!

Cederberge, Südafrika

Wie lange sind wir schon wieder hier in den Bergen? Die Zeit vergeht wie im Flug. Ein kurzer Rückblick: Am Freitag vor einer knappen Woche brachen wir auf in Richtung Grenze. Allerdings dauerte es bis wir loskamen: Erst Schule, dann einkaufen, dann Gasflasche füllen, dann Geld tauschen und für alle Fälle noch einen Sixpack Bier besorgen. Der Grenzübergang selbst war dann eigentlich kein Problem, es dauerte nur insgesamt auch noch einmal fast eine Stunde mit den ganzen Formalitäten, Papierchen, Stempelchen, etc. Gegen 16 Uhr verließen wir Namibia endgültig in Richtung Südafrika. Das Ziel des Tages war es, mindestens noch die nächste Stadt in Südafrika – Springbock – zu erreichen. Hier übernachteten wir einfach auf einem Parkplatz neben der Straße.

Am nächsten Tag wollten wir die weite Strecke bis zu den Cederbergen schaffen, denn zwischendurch gibt es nichts zu sehen im Namaqualand, zumindest nicht zu dieser Jahreszeit. Das sind immerhin 420 km, davon die letzten 50 km Gravelroad, was mit einem Durchschnitt von maximal 70 km/h auf der Teerstraße und 30 km/h auf der Schotterstraße mit Onkel Deutz doch schon eine ganz beachtliche Strecke ist. Zum Glück hält sich der Verkehr in Grenzen, nur Baustellen gibt es relativ viele. Wir beobachten immer wieder sehr erstaunt, wie viele Menschen hier auf so einer Baustelle beschäftigt sind. Allein schon die „Winker“ – das sind Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als an der Baustelle zu stehen und mit einer orangefarbenen Fahne zu winken. Dabei ist aber gar nicht immer eindeutig, was das Winken zu bedeuten hat – also weiterfahren oder stehenbleiben. Dann gibt es noch jemanden, der das Stoppschild durch die Gegend trägt. Und jemand, der am Straßenrand steht. Und ….

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