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Malawisee: Glasklares Wasser – aber reinspringen???


Wir sind in Cape Maclear im südlichen Teil des Malawisees. Es ist wunderschön hier, wir campen direkt am Strand mit Blick das tiefblaue Wasser, die Fischerboote und den traumhaften Sonnenuntergang. Die vorgelagerten Inseln und die über uns kreisenden Weißkopfseeadler machen die Idylle perfekt. Was für ein Paradies!
Aber kein Paradies ohne Schattenseite …

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Langeweile …


… scheint uns eines der größten Probleme in Afrika zu sein. Es ist unglaublich, wie viele Menschen wir hier beobachten, denen einfach nur stinkelangweilig ist: Es sind die Security-Guards, die nichts zu tun haben außer herumzusitzen, die Nachtwächter, die ein Büro bewachen, in dem die ganze Nacht einfach nichts los ist, die Bedienung in einem leeren Restaurant, das Personal an der Rezeption eines Campingplatzes, auf dem nur alle paar Tage ein Camper vorbeikommt.

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Abschiedsschmerz und Aufbruch


Am Dienstag wollen wir los. Das bedeutet Abschied von liebgewordenen Menschen: Sai und Stan, die beiden Manager des Cultural Village, Sue und Love vom Reitstall (vor allem für Juli) und Esther und Hawa vom Kumbali Kindergarten. Und dann natürlich die Kinder. Von Sai und vom Kumbali Kindergartenteam erhalten wir sogar ein Abschiedsgeschenk: eine hölzerne Salatschüssel mit Salatbesteck. Esther und Hawa geben uns Maismehl mit, damit wir Nsima kochen können und einen ganz lieben Abschiedsbrief. Wir sind überwältigt von der Herzlichkeit der Menschen, die in so kurzer Zeit zu Freunden geworden sind.

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Juhu, die Tante ist da!


Jochens Schwester Gabi kommt am Montag. Um 12.45 Uhr landet ihr Flieger der Ethopian Airlines im Internationalen Flughafen von Lilongwe. Sie möchte für drei Wochen mit uns durch Malawi reisen. Die Kinder freuen sich schon seit Wochen. Und nach Omi´s Besuch im März wissen wir auch, dass wir zu sechst im Onkel Deutz leben können.

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Sitzfleisch und Gänsehautfeeling


Heute Morgen waren wir in der Lutheranischen Kirche in Lands End. Wir treffen uns mit Esther am Kindergarten und laufen gemeinsam ins Dorf. Ich bekomme ein Tuch um die Hüften verpasst, weil ich eine Jeans trage. Meine Garderobe gibt einen langen Rock nicht her … und der ist Vorschrift für den Besuch des Gottesdienstes in Malawi. Die Kirche steht etwas am Ortsrand, es ist ein einfaches Gebäude, rechteckig, ohne Kirchenglocken und mit einfachen Glasfenstern. Das Innere ist mit frontal ausgerichteten Holzbänken eingerichtet, im vorderen Bereich hängen lange weiße und rosa Vorhänge bis auf den Boden. Die Kanzel besteht aus einem einfachen Holzgestell.

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Viel Kumbali und eine Verschnaufpause


Donnerstag ist nochmals ein Feiertag, diesmal ein islamischer. Anscheinend hat die Regierung vor kurzem beschlossen, auch einige islamische Feiertage mitaufzunehmen – auch wenn hier nur ein kleiner Teil der Bevölkerung (20%) muslimisch ist, der überwiegende Rest ist christlich. Es findet also wieder kein Kindergarten statt. Stattdessen wollen wir einem der beiden Klassenzimmer einen neuen Bodenbelag verpassen. Dieser besteht aus getrocknetem Matsch, der alle zwei Wochen erneuert werden muss.

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Ein Gefolge wie ein König

Nachdem wir heute Morgen einmal wieder (eigenen) Schulunterricht mit Silas, Juli und Mio gemacht haben, weil hier nationaler Feiertag und daher auch kein Kindergarten ist, treffen wir uns um zwei Uhr mit Haiwa am Kindergarten. Zu Fuß gehen wir gemeinsam nach „Lands End“ und „Canada Camp“, das sind die beiden Dörfer, in deren Einzugsgebiet der Kumbali Kindergarten liegt. Sie liegen nicht weit von Lilongwe entfernt, es handelt sich definitiv nicht um einen Slum, und doch sind die Menschen hier ärmer als alles, was wir bisher gesehen haben!

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Kumbali, Madonna und andere Gegensätze

Seit Sonntag sind wir hier, ca. 12 km nordöstlich von Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. Wir haben unser Camp im Cultural Village der Kumbali Lodge aufgeschlagen und das muss man sich so vorstellen: Die eigentliche Lodge ist sehr nobel und sehr teuer. Sie ist umgeben von grünen Wiesen, hohen alten Bäumen, sie hat ein Restaurant, eine Bar und einen schönen Pool mit Liegestühlen. Bei unserem ersten Anblick am Samstagabend waren wir schon sehr beeindruckt. Ganz zu schweigen davon, dass heute Madonna mit ihrem Gefolge hier eingetroffen ist und die gesamte Lodge für diese Woche gemietet hat.

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Sambia auf der Durchreise: Tomatentag, Farmtag, Streittag und Äpfelchentag

1. Tag: Tomatentag
Wir verlassen Livingstone am Dienstag nach dem Schulunterricht. Am Vormittag können wir sogar noch schnell eine neue Versicherungskarte (Third-Party-Insurance für Onkel Deutz: COMESA-Card, gilt für alle nördlichen Länder) organisieren. Damit sind wir auf jeden Fall beim nächsten Grenzübergang auf der sicheren Seite …
Die Straße ist sehr ordentlich, es gibt nur wenig Schlaglöcher und wir kommen mit einem Durchschnitt von 65 km/h gut voran. Die Orte, an denen wir nun vorbeikommen, geben ein gänzlich anderes Bild ab als alles, was wir bisher gesehen haben. Nichts im Vergleich zu Südafrika. Auch Botswana war nur eine Zwischenstation. Hier ist Afrika. Mittendrin. Die meisten Menschen schlafen in einfachsten Bambushütten, die am Wegesrand stehen. Pro Familie gibt es meist zwei Lehmrundhütten, eine „offene“ Hütte ohne Wände und manchmal noch ein kleines Mini-Steinhäuschen. Das alles steht im Kreis auf einem sandigen, aber sauberen Platz. Die Menschen sitzen auf niedrigen Eimern oder anderen Sitzgelegenheiten davor. Sie sind farbenfroh gekleidet und winken fröhlich, wenn wir vorbeifahren. Weiße gibt es hier keine. Aber das Sonderbarste ist, dass hier alle – wirklich alle! – Tomaten verkaufen! Wo wachsen die denn?, fragen wir uns. Wir haben noch nie eine solche Menge Tomaten gesehen: Jede Familie scheint ihren eigenen Verkaufsstand zu haben und alle reihen sich sauber entlang der Straße. Die Tomaten sind hübsch zu Pyramiden aufgestapelt. Das gleiche Bild wiederholt sich in jedem Ort, durch den wir kommen. Selbst wenn alle, die hier vorbeifahren, Tomaten kaufen würden, wären immer noch eine Menge übrig!
Auf der ganzen Strecke bis Lusaka gibt es genau einen Campingplatz und der kommt nach „unseren“ 300 km Entfernung (die Mindesttagesetappe für Onkel Deutz). Den nehmen wir! Es ist sogar eine Farm, und die Kinder sind ganz begeistert von den Ziegen, Pferden, Hunden und Hühnern. Juli schnappt sich gleich den Farmer und organisiert für sich ein kostenloses Reiten am nächsten Morgen. Nicht schlecht, Juli!

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