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Swasiland

Wir sind auf der Mabuda-Farm im Osten des Landes gelandet. Die Mabuda-Farm ist ein prima Ort zum Erholen und Seele baumeln lassen. Alles, was wir in den letzten Tagen und Wochen nicht geschafft haben, holen wir nun nach: lesen, träumen, basteln, Sport machen, in Ruhe Schulunterricht nach- bzw. vorholen und einfach auch mal nichts tun.
Swasiland ist zwar sehr arm, trotzdem scheint es einigermaßen zu funktionieren. Auf unserem Weg zur Farm kommen wir an unzähligen Zuckerrohrfeldern vorbei. Diese Farm baut Bananen, Macademia-Nüsse, Mais und Obst an. Die Besitzer der Farm sind (natürlich) Weiße, die Arbeiter sind schwarz und wohnen auf dem Farmgelände. Manchmal komme ich mir hier ins Mittelalter zurückversetzt vor, wo es eine Ritterburg gibt und die Bauern Frondienste leisten ….

Unter der Rubrik „Besuchte Länder“ findet ihr jetzt dank Jochen eine Landkarte mit der Strecke, die wir bisher in Namibia bzw. Südafrika zurückgelegt haben. Geplant ist auch eine Karte mit der noch vor uns liegenden Strecke, so dass ihr ungefähr wisst, was noch auf uns zukommt.

Juli´s Blog: Mein Geburtstag

Mein Geburtstag war am 12. Mai. Wir waren in einem Wasserpark, das war der größte von Südafrika. Es gab siebzehn Rutschen und einen großen Pool. Zwei Rutschen waren fast senkrecht, eine steile Wellenrutsche gab es auch. Außerdem gab es noch sieben „Wettrennen-Rutschen“ und eine Rutsche im Dunkeln. Das Beste war aber doch der Body Tornardo: er war zwar kurz, aber man schoss aus dem Ende der Rutsche heraus und wirbelte dann in einer Art Trichter im Kreis, und dann plumpste man ins Wasser. Neben dem Wasserpark gab es ein „Seaworld“, dort haben wir uns eine Delphinshow und eine Seerobbenshow angeschaut. Bei der Delphinshow ist ein Delphin herausgesprungen, und bei der Seerobbenshow haben die Seerobben getanzt. Als Geschenke habe ich ein Ponycamp, den Wasserpark, einen Schnorchel mit Brille, eine Angel und ein Wellenbrett bekommen.

Auf Wiedersehen!

Das passt heute in zweierlei Hinsicht …
Auf Wiedersehen Katrin und Stefan mit ihren 5 Kindern, mit denen wir die letzten drei Tage auf einem Campingplatz in der Nähe von St. Lucia verbracht haben und die wir in Deutschland ganz bestimmt wiedersehen wollen!
Auf Wiedersehen Südafrika, mit dir haben wir die letzten 90 Tage verbracht und es war schöner und entspannter als erwartet.

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Juli´s Geburtstag, Malariaprophylaxe und weitere Fahrtage nach Norden

Lange kein Internet mehr gehabt, deshalb ein kurzer Rückblick über die letzte Woche:
Am nächsten Tag (es ist Samstag, der 7.5.) besuchen wir Clarens, ein kleines Städtchen in der Nähe des Golden Gate Nationalparks in den nördlichen Drakensbergen. Ein absolutes Highlight! Hier gibt es unzählige kleine Künstlerläden, Cafes, Schmuckläden, Restaurants, etc. Der schönste Ort seit Montagu! Wir schlendern und genießen. Für mich springt eine Hose dabei heraus, für die Kinder Haribofrösche, Spätzle, Röstzwiebeln und Brot aus dem deutschen Laden („Der rote Hahn“), für Jochen gibt es leckere Marmelade. Und als wir noch ein Internetcafe auftreiben, sind alle zufrieden.
Am späten Nachmittag fahren wir durch den Golden Gate NP (der just in diesem Moment im goldenen Abendlicht erstrahlt) bis zu einem Übernachtungsplatz an der Straße. Der nächste Morgen (es ist Sonntag) bringt graue Wolken und Regenschauer. Eigentlich wollen wir in den Royal Natal Nationalpark zum Wandern, aber Jochen geht es immer noch nicht so gut und bei diesem Wetter hält sich der Wanderspaß auch in Grenzen. Während der Fahrt kommt mir eine Schnapsidee: Wie schön wäre jetzt doch eine Sauna?! Wir haben zwar bis jetzt noch nie eine in Afrika gesehen, aber wer weiß …? Ich google mal … und siehe da! Ganz in der Nähe ist ein Backpacker, der soll tatsächlich eine Sauna und ein Jacuzzi haben. Nichts wie hin! Der Backpacker entpuppt sich als der absolute Volltreffer, er hat eine tolle Aussicht auf die Berge des Royal Natal NP (die wir allerdings erst am nächsten Tag bei besserer Fernsicht bewundern können), ist sehr gepflegt, hat eine relaxte Atmosphäre, gemütliche Loungeecken und tatsächlich eine Sauna samt Whirlpool! Wir lassen es uns so richtig gutgehen! Manchmal braucht man einfach Glück ….

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Silas Blog: In den Drakensbergen

Bericht vom 1. Mai:
Wir sind jetzt in den Drakensbergen kurz vor der Grenze zu Lesotho. Lesotho ist, genau wie Swasiland, ein ganz eigenes Land mitten in Südafrika. Es ist fünftausendsiebenhundertfünfzig km² kleiner als Baden-Württemberg. Lesotho ist ein Land der Berge – die höchsten in Südafrika!! Unser letzter Campingplatz war auch ein Backpacker und hieß “The Falls“. In der Nähe waren nämlich Wasserfälle. Auf dem Backpacker gab es zwei Kinder. Ein Mädel in Mio´s Alter und ein kleiner Junge, der sehr frech war. Mit dem Mädchen konnten Juli und Mio endlich mal wieder Pferd spielen. Das Mädchen (Nika, oder so ähnlich) zeigte uns den Weg zu einem ca. 30m großen Wasserfall. Dieser stürzte in eine kleine Schlucht. Nun zeigte uns Nika einen Weg hinunter in die Schlucht. Die Kante der Schlucht war überhängend, und so konnten wir hinter den Wasserfall laufen. Das sah echt beeindruckend aus, wie der Wasserfall vor einem herunter stürzte. Wir gingen auf der anderen Seite der Schlucht wieder hinauf. Auf dem Weg kamen wir an einem Felsen vorbei, an dem man noch alte Malereien betrachten konnte. Wir liefen auf der anderen Seite des Flusses bis zu einer Brücke, die uns zum Campingplatz zurückbrachte. Auf dem Campingplatz wuchsen zwei Orangenbäume, die Orangen waren gerade reif und schmeckten einfach lecker! Der Besitzer des Backpackers kann sehr gut Kajak fahren. Er paddelt oft den Fluss herunter und muss dabei viele Wasserfälle überwinden. Nach einem Wasserfall gelangt er in eine Schlucht, aus der er erst nach vier Tagen wieder herauskommt!

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Wasserfälle und dann fahren, fahren, fahren


Am folgenden Tag machen wir von der Semonkong Lodge noch eine kurze Wanderung zu dem berühmten Wasserfall Maletsunyane. Das heißt, Jochen, Silas, Mio und ich laufen, Juli reitet. Lesotho ist bekannt für sein „Ponytrekking“ und das kann sich Juli natürlich nicht entgehen lassen. Und sie kann sehr, sehr hartnäckig sein, wenn sie etwas will! Auf dem Weg dorthin laufen wir über Wiesen und Felder, es gibt eigentlich keine definierten Wege. Uns begegnen viele Menschen, die alle irgendwohin unterwegs sind. Die meisten in ihrer traditionellen Bekleidung, viele zu Pferd, einige zu Esel. Es ist unglaublich, was für ein einfaches und abgeschiedenes Leben die Menschen hier führen. Erst vor einem Jahr wurde die Teerstraße nach Semonkong gebaut, das heißt, die Menschen hier sind bisher noch mit sehr wenig Touristen in Kontakt gekommen.

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Lesotho: Kälte und frostige Stimmung

Es ist kalt, eiskalt!! Das Thermometer sinkt nachts unter den Gefrierpunkt. Genauso erging es gestern auch unserer Stimmung…
Aber von vorn: Nach dem Verlassen der Wildcoast machen wir uns in Etappen auf in die Drakensberge. Unser erster Stopp sind die Tsitsa Falls. Dort genießen wir einen wunderschönen abgeschiedenen Backpacker und die tolle Natur der südlichen Drakensberge. Das Wetter ist mäßig und es wird tagsüber nicht wärmer als 12 Grad.
Leider spürt Jochen seit einigen Tagen Schmerzen auf der rechten Seite im unteren Rippenbereich. Jetzt wird es nachts auf einmal richtig schlimm, sodass wir am nächsten Tag auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen müssen. Aber natürlich ist Sonntag. Wir fahren bis Matathiele, das ist die nächstgrößere Stadt auf unserer Strecke in Richtung Lesotho. Und wir haben mal wieder großes Glück. Hier gibt es ein privates Krankenhaus mit westlichem Standard und der behandelnde Arzt diagnostiziert einen entzündeten Nerv (aber erst nachdem er Jochen mit einer „Massage“ so richtig schön gequält hat!). Jochen erhält eine Cortisonspritze direkt ins Schmerzzentrum, dann noch einen Schmerzcocktail, so dass es ihm so richtig schön schwummrig wird. Zum Glück lassen die Schmerzen merklich nach und wir laufen (mal wieder) bei Dunkelheit den örtlichen Campingplatz an.

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Was wir vermissen


Wir hatten vor ca. einer Woche unser 100-Tage-Jubiläum, das wir gebührend gefeiert haben …. Unter anderem haben wir uns auch gefragt, was wir hier eigentlich vermissen, seitdem wir auf Reisen sind. Und erstaunlicherweise mussten wir feststellen, dass das gar nicht so viel ist, wie man denkt. Da sind auf der einen Seite die Freunde und die Familie, die wir natürlich manchmal vermissen. Aber durch die modernen Medien fühlt man sich gar nicht so weit weg. Da ist noch die gute schwäbische Küche (Mio: „Ich möchte mal wieder bei der Susanne Maultaschen essen“, Silas: „Wenn ich nach Hause komme, esse ich jeden Tag eine Brezel“, Juli: „So richtig gute Saitenwürstle zu Linsen und Spätzle …“), aber hier bekommen wir eigentlich alle wesentlichen Nahrungsmittel in guter Qualität, sogar zum Teil richtig gutes Brot. (Das könnte sich evtl. in naher Zukunft in den nördlicheren Ländern ändern …).
Man könnte auch unser Zuhause vermissen, das Haus, unser Sofa, unseren Garten und unser Wohnzimmer. Aber auch das fehlt uns nicht wirklich. Natürlich ist es schön, wenn wir mal wieder Platz haben und uns nicht aneinander vorbeiquetschen müssen.
Die Kinder vermissen am meisten andere Kinder zum Spielen. Silas wünscht sich sein Fischertechnik und weiß schon ganz genau, was er bauen wird, wenn er nach Hause kommt.
Und wie sieht es aus mit der Arbeit? Ehrlich gesagt, so gern ich/wir arbeiten, hier vermissen wir sie nicht. Das mag daran liegen, dass uns das Reisen, das Unterrichten, das Organisieren und Reparieren total ausfüllen und bis jetzt noch nie Langeweile aufgekommen ist. Eher im Gegenteil. Ich erinnere mich an die Reisen, die Jochen und ich gemacht haben, bevor wir Kinder hatten. Da haben wir uns nach zwei Monaten nach einer Aufgabe gesehnt. Mit Kindern sieht das ganz anders aus. Da sind die Tage komplett ausgefüllt, vor allem, wenn man täglich auch noch Schulunterricht gibt.
Wir vermissen also etwas, das wir Zuhause auch nicht haben und von dem wir uns erhofft hatten, dass wir es hier in Hülle und Fülle besäßen: Zeit. Natürlich gibt es Momente und auch Tage, in denen wir uns die Zeit nehmen. Aber sie kommt nicht von selbst. Man muss bewusst innehalten und sich sagen: heute/jetzt stellen wir alles andere hintenan und gönnen uns Zeit zum Lesen, Spielen, Nachdenken, Diskutieren, etc. Das sind die Tage, an denen wir einfach irgendwo bleiben. Und zum Glück haben wir hier den Luxus, uns diese Zeit auch nehmen zu können.

Also: Alles in allem aber haben wir uns – und das reicht ganz schön weit. Noch vermissen wir nichts wirklich. Und da wir, wenn alles nach Plan läuft, auch erst ein Drittel der Reise hinter uns und noch zwei Drittel vor uns haben, richten wir unsere Gedanken auch noch gar nicht auf die Heimat, sondern freuen uns auf alles, was wir hier noch erleben werden.

Morgen werden wir voraussichtlich nach Lesotho fahren. Übrigens zu eurer Beruhigung: Das Thermometer zeigte heute Morgen hier in den südlichen Drakensbergen 12 Grad an …. Die Heizung im Onkel Deutz ist auf Dauerbetrieb und wir haben alles an, was wir dabeihaben! Wir können also mitfühlen mit euch im kalten Deutschland.

Mdumbi – Strand, Sonne, surfen

Urlaub: hier können wir abhängen. Mdumbi hat einen der schönsten Strände Südafrikas und wir genießen die Sonne, das recht warme Meer und die tollen Surfwellen. Haben nochmals ein Bord ausgeliehen und üben. Blaue Flecken inklusive.
Unsere Wäsche haben wir diesmal für 50 Rand (3 Euro) von einer lokalen Xhosa-Frau waschen lassen, ein super leckeres selbstgebackenes Xhosa-Brot gibt es hier auch. Also, alles wieder bestens ….

Morgen fahren wir weiter in Richtung Drakensberge und Lesotho. Vielleicht hat der Grenzbeamte bei der Ausreise nach Südafrika ja Erbarmen mit uns und haut uns einen neuen 90-Tage-Visum-Stempel in unsere Ausweise. Dann hätten wir noch etwas mehr Zeit für den Norden Südafrikas. Wir werden sehen …

Wir stecken fest!

Am Morgen müssen wir Bulungula verlassen, denn bereits an dem Abend als wir angekommen sind, wurde uns mitgeteilt, dass wir hier eigentlich gar nicht campen dürfen (es ist eine Art Naturschutzgebiet) und wenn uns die Behörde erwischt, müssen wir 5000 Rand (300 Euro) Strafe zahlen. Und anscheinend fliegt wohl öfters der Helikopter zur Kontrolle über Bulungula. Ok, also nach dem Frühstück sofort los. Gerade als wir die Zelte herunterkurbeln, hören wir die schlechte Nachricht: Die Zufahrtsstraße nach Bulungula ist blockiert wegen einer größeren Demonstration. Wir stecken fest. Blockiert heißt, dass größere Steine und Felsbrocken auf der Straße liegen und evtl. auch einige aufgebrachte Menschen unterwegs sind. Der Protest richtet sich gegen die Regierung, die für dieses Gebiet endlich eine Strom- und Wasserversorgung sowie die Erschließung mit geteerten Straßen voranbringen soll. So ein Mist! Was machen wir denn jetzt? Anscheinend dauern solche Aktionen hier mehrere Tage ….

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